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Holz und die Ökobilanz

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Wussten Sie schon, dass die ältesten noch stehenden Fachwerkhäuser in Europa fast 800 Jahre alt sind?
Holz hat gegenüber anderen Rohstoffen nicht nur eine beispielhafte Ökobilanz, sondern es hat auch einzigartige Eigenschaften als Bau- und Werkstoff. Bei sehr guter Tragfähigkeit und Wärmedämmung ist es ein verhältnismäßig leichter Baustoff. Aber gilt das immer  und für alle Produkte / Holzarten?

Holz ist einer der aktuellsten Möbelwerkstoffe überhaupt. Es überzeugt durch seine tollen Materialeigenschaften, seine leichte Bearbeitbarkeit und seine Vielseitigkeit. Praktisch jedes Möbelstück lässt sich aus Holz fertigen: Schränke, Tische, Stühle, Sideboards, Betten, Truhen, Sofas oder Sessel.

Holz bleibt immer ein Stück Natur, ob industriell oder vom Tischlern in alter Handwerkstradition verarbeitet. Herausragend ist die Individualität, mit der Holz immer wieder besticht. Denn jedes Möbelstück aus Holz bewahrt die Unverwechselbarkeit und die Eigenständigkeit des Baumes im Wald, der die Rohstoffquelle hierfür ist.
Die Zahl der Holzarten, die in unseren heimischen Wäldern wachsen und den begehrten Rohstoff für jeden denkbaren Möbelwunsch liefern ist lang: Ahorn, Buche, Birke, Birnbaum, Eiche, Elsbeere, Esche, Erle, Fichte, Kiefer, Kirschbaum, Lärche, Nußbaum, Rüster und viele, viele mehr. Wir verwenden vorzugsweise Esche im Gartenmöbelbau und Buche im Holzrodelbau (gerade Teile).

„Die Ökobilanz ist eine Methode zur Abschätzung der mit einem Produkt verbundenen Umweltaspekte und produktspezifischen potentiellen Umweltwirkungen“.  Im Gegensatz zu vielen Zertifikaten oder Umweltzeichen zeigt eine Ökobilanz die Umweltwirkungen über den Verlauf des gesamten Lebensweges eines Produktes auf - also „von der Wiege bis zur Bahre“.

Dies relativiert den Satz: "Holz ist anderen Rohstoffen ökologisch weit überlegen. Es weist eine gesunde Ökobilanz auf ..." 

Es muss klar zwischen den Holzsorten deren Herkunft und deren Verwendung unterschieden werden, seltene Edelhölzer aus den Tropen für deren Gewinnung eine Unmenge an anderen Bäumen gefällt wird ist nicht zu vergleichen mit heimischen Hölzern.
Selbst das FSC Zertifikat, welche wichtig ist und  für anerkannte, schonende und nachhaltige Waldwirtschaft steht, kann keinen Aufschluss auf eine gute Ökobilanz geben. 

Was also spielt in eine echte Ökobilanz und was darf man von den Zertifikaten halten?
Viel verwendet, viel umworben, viel gelobt und selten wirklich angewendet. Das wäre wohl der Status dieses Modeswortes in Kurzform.
Dies mag auch an der komplexität der Berechnung und der oftmaligen Verwendung ohne Fakten liegen!
Im Grunde kann man eine "echte" Ökobilanz mit Hausverstand und einem Blatt Papier schnell erstellen:

  • Woher stammt das Holz?

  • Welche Transportwege waren nötig?

  • Handelt es sich um ein schnell oder langsam nachwachsendes Holz?

  • Wird die entsprechende Sorte nach ihrer Fällung auch wieder aufgeforstet?

  • Welches Produkt wird gefertigt?

  • Wie wird das Produkt verarbeitet?

  • Wie lange kann das Produkt eingesetzt werden?

  • Wo wird das Produkt eingesetzt?

  • Welche Lacke kommen zum Einsatz?

  • Welche Transportwege sind für das Endprodukt erforderlich?

Kein Siegl oder Zertifikat kann einen diese Fragen oder Verantwortung abnehmen, jeder Konsument muss sich selbst entscheiden ob und wie weit er auf diese Fragen eingeht. Zuküntig werden wir diese Fragen bei all unseren Prukten beantworten um Ihnen zu zeigen was hinter der RIJO Qualität steckt!